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Agrar-Drohnen haben sich vom Spezialwerkzeug zu einem der innovativsten Bausteine moderner Landwirtschaft entwickelt. Sie ermöglichen präzise Anwendungen, verbessern die Effizienz und öffnen neue Wege im Precision Farming. LEDAB unterstützt Betriebe dabei, die Vorteile dieser Technologie sicher und wirtschaftlich zu nutzen.

Was sind Agrar-Drohnen?

Agrar-Drohnen sind unbemannte Fluggeräte, die speziell für den Einsatz in der Landwirtschaft entwickelt wurden. Sie können flüssige Betriebsmittel, Granulate und Saatgut ausbringen, Felder kartieren, Bestände analysieren und Daten für betriebliche Entscheidungen liefern. Im Unterschied zu Hobby-Drohnen verfügen sie über:

  • Hohe Nutzlasten bis etwa 50 Kilogramm bei Modellen wie der XAG P100 Pro, in der nächsten Generation bis rund 80 Kilogramm bei der XAG P150 Max

  • Robuste, IP-geschützte Bauweise für den täglichen Feldeinsatz

  • RTK-gestützte Navigation für zentimetergenaue Flugrouten

  • Modulare Systeme für Sprühen, Streuen, Kartierung und Transport


Vorteile von Agrar-Drohnen

Höhere Präzision

Dank RTK-GPS und vorgeplanter Flugbahnen können Agrar-Drohnen Betriebsmittel zentimetergenau ausbringen. Das reduziert Überlappungen und Fehlstellen und unterstützt eine gleichmäßige Verteilung von Dünger, Saatgut und Pflanzenschutzmitteln. 

Schonung von Boden und Bestand

Da keine schweren Maschinen über das Feld fahren, entstehen keine zusätzlichen Fahrspuren. Auf nassen Böden, Hanglagen oder sensiblen Kulturen ist dies ein entscheidender Vorteil, sowohl für Bodengesundheit als auch Ertrag. 

Zeit- und Arbeitseffizienz

Eine P100 Pro kann je nach Anwendung und Parametern deutlich über zehn Hektar pro Stunde bearbeiten, bei optimalen Bedingungen sind höhere Flächenleistungen möglich. 

Gleichzeitig können kritische Zeitfenster besser genutzt werden, etwa bei Wetterumschwüngen oder Krankheitsschüben.

Reduziertes Risiko für Anwenderinnen und Anwender

Die Bedienperson bleibt außerhalb der behandelten Fläche. Das reduziert direkten Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln und verbessert die Arbeitssicherheit deutlich. 

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Agrar-Drohnen sind in der Anschaffung deutlich günstiger als viele selbstfahrende Feldspritzen, sie schonen Maschinenpark und Boden und ermöglichen neue Dienstleistungen wie Lohnflug, Bestandskartierung oder Spezialapplikationen. Eine schnelle Amortisation ist insbesondere dort möglich, wo schwierige Flächen oder hochpreisige Kulturen bearbeitet werden.

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Wichtige Einsatzgebiete von Agrar-Drohnen

1. Spritzen von Pflanzenschutzmitteln

Beim Spritzen von Pflanzenschutzmitteln fliegen Agrar-Drohnen automatisch definierte Bahnen und bringen die Mittel mit fein steuerbarer Tropfengröße aus. Der Abwind der Rotoren sorgt für eine gute Benetzung der Blätter von oben und unten. In der Europäischen Union gilt dieser Einsatz bisher rechtlich als Luftapplikation und ist nur unter strengen Auflagen und Ausnahmen möglich.

2. Streuen und Säen

Mit Streumodulen lassen sich Dünger, Zwischenfrüchte, Feinsaat und Futter präzise ausbringen. Typische Anwendungen sind die Ausbringung von Zwischenfrüchten, Nachsaat in schlecht erreichbaren Bereichen und Düngung auf nassen Flächen, auf denen der Traktor einsinken würde.

3. Bestandsmonitoring und Kartierung

Mit Kamera- und Multispektralsensoren liefern Drohnen hochauflösende Karten zu Pflanzenvitalität, Trockenstress, Krankheiten und Nährstoffmangel. Diese Daten können in Farm-Management-Systeme und Applikationskarten übernommen werden, um spätere Maßnahmen wie Düngung oder Pflanzenschutz zu optimieren.

4. Einsatz im Gewächshaus und Sonderkultur

An Gewächshäusern und Sonderkulturen können Agrar-Drohnen unter anderem Schattierungsbeschichtungen auf Glasflächen aufbringen oder Spezialanwendungen in schwer zugänglichen Bereichen übernehmen.

5. Transport und Logistik im Betrieb

Schwere Lasten wie Proben, Werkzeuge oder kleinere Gebinde lassen sich auf kurzen Strecken per Drohne transportieren. Die XAG P150 Max wurde unter anderem für Materialtransport mit bis zu 80 Kilogramm Nutzlast ausgelegt.

Synergien mit bestehender Technik auf dem Betrieb


Die Stärke von Agrar-Drohnen zeigt sich besonders im Zusammenspiel mit vorhandenen Precision-Farming-Systemen:

  • Lenksysteme und ISOBUS-Technik

    Applikationskarten, die per Drohne erzeugt werden, können später im Traktor genutzt werden, um Mineraldünger oder Gülle variabel auszubringen. Umgekehrt lassen sich Fahrspuren und Feldgrenzen aus dem Lenksystem für Flugrouten übernehmen. 

  • Farm-Management-Systeme

    Drohnendaten fließen in Schlagspezifikationen, Dokumentation und Betriebsanalysen ein. So werden Maßnahmen planbarer und Kosten pro Hektar transparenter.

  • Beratung und Lohnunternehmen

    Dienstleister können Monitoring, Kartierung und Applikation aus einer Hand anbieten und mit Beratung sowie Pflanzenschutzstrategie kombinieren.


Rechtliche Einschränkungen und Rahmenbedingungen in der EU


Die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln aus der Luft gilt in der EU grundsätzlich als Luftapplikation. Nach Richtlinie 2009/128/EG ist diese Form der Ausbringung prinzipiell verboten, es sei denn, die zuständige Behörde eines Mitgliedstaates genehmigt im Einzelfall Ausnahmen unter strengen Auflagen. 


Wichtige Eckpunkte:

  • Pflanzenschutz mit Drohnen

    • Wird als Luftapplikation eingestuft.

    • Nur mit speziellen Genehmigungen, Auflagen und zugelassenen Mitteln möglich.

    • Es gelten Mindestabstände, Höhen- und Geschwindigkeitsbegrenzungen und strenge Driftanforderungen. 

  • Düngung, Saatgut und sonstige Granulate

    • Unterliegen nicht immer denselben Regeln wie Pflanzenschutzmittel, sind aber weiterhin an Luftfahrtrecht und Drohnenverordnung gebunden, insbesondere EU-Drohnenkategorien, Betriebsbewilligungen und Schulungsanforderungen. 

  • Nationale Regelungen

    • Jeder Mitgliedstaat setzt den EU-Rahmen in nationales Recht um, häufig mit zusätzlichen Anforderungen, zum Beispiel an Schulung, Genehmigungen, Technikstandards oder Prüfintervallen der Systeme. 


Wichtiger Hinweis

Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung. Vor konkreten Anwendungen mit Pflanzenschutzmitteln müssen die jeweils aktuellen nationalen Vorgaben, Anwenderzulassungen und Produktetiketten geprüft werden. Betriebe und Dienstleister sollten sich hierzu bei den zuständigen Behörden und Fachstellen informieren.


Zukunftsperspektiven: Drohnen im Precision Farming


Agrar-Drohnen gelten als ein Schlüsselelement der Landwirtschaft 4.0. Studien und politische Strategiepapiere gehen davon aus, dass sie helfen können, Pflanzenschutzmittel gezielter und sparsamer einzusetzen und Risiken für Mensch und Umwelt zu senken. 


Zentrale Trends:

  • Verbindung von Drohnen mit Sensorik, Bodenproben und Satellitendaten für noch genauere Applikationskarten

  • autonome Flotten, die parallel verschiedene Schläge bearbeiten

  • Kombination von Agrar-Drohnen mit Bodenrobotern und autonomen Traktoren, um komplette Arbeitsketten zu automatisieren 


Ich möchte gerne mehr Informationen zu den Drohnenlösungen der Firma LEDAB:
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