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GPS-Lenksysteme · Parallelfahrsystem

Parallelfahrsystem TraktorGPS-gestützte Spurführung für präzise Feldarbeit

Ein Parallelfahrsystem zeigt dem Fahrer auf dem Display die genaue Spur – ohne aktiven Lenkeingriff. Es unterstützt alle fahrzeuggebundenen Arbeiten: Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngen, Spritzen und Ernte. LEDAB berät Landwirte und Lohnunternehmer deutschlandweit, welches System für den jeweiligen Betrieb wirtschaftlich sinnvoll ist – von der einfachen GPS-Spurführungshilfe bis zum vollautomatischen RTK-Lenksystem.

Parallelfahren auf einen Blick
  • Anzeige oder aktives Lenken – beide Wege möglich
  • ±2,5 cm mit RTK · ±30 cm mit DGPS
  • Nachrüstbar – Lenkradmotor für nahezu jeden Traktor
  • Kostenlose Kompatibilitäts-Beratung

Parallelfahrsystem oder automatisches Lenksystem – was ist der Unterschied?

Die Begriffe klingen ähnlich, meinen aber Unterschiedliches: Ein Parallelfahrsystem zeigt per Lichtbalken oder Display-Pfeilen, wie weit die Maschine von der Idealspur abweicht – lenken muss der Fahrer selbst. Ein automatisches Lenksystem übernimmt den Lenkeingriff vollständig; Sie fahren die erste Bahn manuell, ab der zweiten Bahn lenkt der Traktor selbst. Die technischen Unterschiede und Einbauwege erklärt die Seite RTK-Lenksystem im Detail.

Wer 'Parallelfahrsystem nachrüsten' sucht, meint in den meisten Fällen ein automatisches Lenksystem mit aktivem Lenkeingriff. Bei LEDAB klären wir das am Anfang jeder Beratung: Anzeige oder aktives Lenken? Die Antwort hängt von Kulturen, Arbeitsbreite und Budget. Einen vollständigen Überblick über alle GPS-Lenksysteme finden Sie unter alle GPS-Lenksysteme im Vergleich.

Parallelfahrhilfe: Anzeige ohne Eingriff

Klassische Parallelfahrhilfen eignen sich für Arbeiten mit großen Arbeitsbreiten – etwa Grunddüngung auf Grünland oder Bodenbearbeitung mit Scheibenegge oder Grubber. Die Genauigkeit liegt je nach GPS-Signal bei ±30 cm, was bei breiten Streubildern vollständig ausreicht. Der Fahrer trägt die Hauptlast der Spurführung, wird aber durch die visuelle Anzeige spürbar entlastet.

Automatisches Lenksystem: System lenkt selbst

Sobald eine Genauigkeit unter ±10 cm gefordert wird – etwa bei Reihenkulturen, Bandspritzung oder dem Wiederaufnehmen gespeicherter Aussaatspuren – braucht es ein automatisches Lenksystem. Das System korrigiert in Echtzeit, der Fahrer konzentriert sich auf Anbaugerät und Maschineneinstellungen. Bei gutem Korrektursignalempfang erreichen CHCNAV-Systeme ±2,5 cm Spurgenauigkeit – der Standard für mechanische Unkrautbekämpfung und Bandspritzung.

Genauigkeitsstufen: Was reicht, was ist nötig?

Drei Stufen prägen den Markt – LEDAB empfiehlt nicht pauschal das teuerste System. Welche Stufe sinnvoll ist, hängt von der Arbeit ab.

RTK: ±2,5 cm – Pflicht bei Reihenkulturen

RTK (Real-Time Kinematic) ist der Präzisionsstandard für alle Arbeiten, bei denen Spur und Wiederkehr zentimetergenau übereinstimmen müssen: Zuckerrüben hacken, Mais, Bandspritzung, Aussaat-Spurwiederholung. Zum Vergleich: DGPS erreicht 30–50 cm, Standard-GPS 3–5 Meter – für Reihenkulturen nicht einsetzbar. Alle technischen Hintergründe zu RTK, NTRIP und Basisstation erklärt die Seite RTK-Lenksystem; welcher Nachrüstweg für Ihren Traktor passt, zeigt Lenksystem nachrüsten.

DGPS: 30–50 cm – ausreichend für Standardarbeiten

Für Getreideanbau, Grünlandwirtschaft und Grundbodenbearbeitung reicht DGPS-Genauigkeit in den meisten Fällen. Überlappungen werden reduziert, der Fahrer wird entlastet – ohne die Investition in RTK-Infrastruktur. Wenn DGPS für Ihren Betrieb ausreicht, sagen wir das offen.

Parallelfahrsystem nachrüsten: Lenkradmotor als Einstieg

Für ältere Traktoren oder Betriebe mit kleinerem Budget ist der Lenkradmotor der direkteste Weg zu automatischer Spurführung: Ein bürstenloser Motor wird direkt am Lenkrad montiert – kein Eingriff in die Fahrzeughydraulik, keine CAN-Bus-Voraussetzung, kompatibel mit praktisch jedem Fahrzeug. Welches CHCNAV-System dafür geeignet ist, zeigt die Seite CHCNAV Lenksystem.

LEDAB hat diese Variante auf Traktoren vieler Marken und Baujahre eingebaut – CLAAS, Fendt, John Deere, New Holland, Case IH, Massey Ferguson, Valtra sowie Spezialhersteller wie Landini, McCormick oder ARBOS. Fahrzeugspezifische Verzahnungsadapter sorgen für einen formschlüssigen Sitz. Die Einbauzeit liegt je nach Modell bei rund 4–5 Stunden.

Die Spurgenauigkeit hängt nicht vom Einbauweg, sondern vom GPS-Empfänger und der Signalqualität – mit RTK-Korrektursignal erreicht auch ein Lenkradmotor-System ±2,5 cm. Wer einen Traktor mit CAN-Bus-Vorbereitung hat, sollte vorab prüfen, ob Steer-Ready die sauberere Lösung wäre – alle Details dazu auf der Seite Lenksystem nachrüsten.

ISOBUS-Maschinen und Section Control

Für Betriebe, die Lenkung und Maschinensteuerung über ein Terminal zusammenführen wollen, bietet LACOS die ISOBUS-Plattform mit Section Control – automatisches Abschalten einzelner Düsen oder Streusektionen inklusive. Betriebe, die nur präzise Spurführung ohne ISOBUS-Anbindung suchen, sind mit CHCNAV wirtschaftlicher unterwegs. Details zu beiden Systemen: LACOS Lenksystem und CHCNAV Lenksystem.

Lohnunternehmer mit mehreren Maschinen

CHCNAV NX610 und NX612 sind besonders für Lohnunternehmer geeignet, die täglich lange Schichten fahren oder mehrere Maschinen betreiben – das großformatige Display ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Über die CHCNAV-Maschinenvorbereitung lassen sich Display und Empfänger zwischen Traktoren wechseln: ein System, mehrere Maschinen. Alle Modelle und den Systemvergleich finden Sie auf der Seite CHCNAV Lenksystem.

LEDAB-Einbau: System läuft nach 3–6 Stunden

Der Einbau erfolgt über das LEDAB-Händlernetz deutschlandweit – je nach Nachrüstvariante ist das System in 3–6 Stunden eingebaut und eingerichtet, die Einweisung findet direkt auf dem Feld statt. Den passenden Einbaupartner und alle Nachrüstwege im Vergleich finden Sie auf Lenksystem nachrüsten.

Display und GPS-Antenne werden fahrzeugspezifisch montiert und ausgerichtet. Die Antennenposition ist entscheidend für die Genauigkeit – LEDAB-Partner kennen die optimale Einbaulage für jede Maschinenart.

Steuerbox, Lenkradmotor oder Hydraulikventil – je nach Variante baut der LEDAB-Partner die passende Komponente ein. Jeder Einbau wird vor Ort getestet: Das System fährt eine Referenzlinie, bevor der Traktor die Werkstatt verlässt.

Sie fahren einmal die erste Bahn, das System speichert die Linie. Ab der zweiten Bahn führt der Traktor automatisch parallel. Die meisten Fahrer, die wir einweisen, sind nach der ersten Fahrt selbstständig.

Bei Fragen nach dem Einbau: direkter Kontakt zu den Leuten, die eingebaut haben – kein Callcenter, keine Ticketnummer. Weitere Informationen zum Einbauprozess finden Sie auf Lenksystem nachrüsten.

Welches System passt zu Ihrem Betrieb? LEDAB prüft kostenlos die Kompatibilität mit Ihrem Traktor – Marke, Modell und Baujahr genügen. Einen vollständigen Systemvergleich mit RTK- und DGPS-Optionen finden Sie auf RTK-Lenksystem und CHCNAV Lenksystem.

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