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Parallelfahrsystem Traktor – GPS-Spurführung für präzise Feldarbeit

Parallelfahrsystem ist der umgangssprachliche Begriff für GPS-gesteuerte Lenksysteme in Traktoren. Das System hält die Fahrspur automatisch – der Fahrer muss nicht mehr korrigieren. Das Ergebnis: Keine Überlappungen, keine Lücken, präzise Reihenarbeit.

Bei LEDAB rüsten wir seit Jahren Parallelfahrsysteme für Landwirte nach. Als erfahrener Partner für GPS-Lenksysteme beraten wir ehrlich: Parallelfahrsystem ist kein eigenständiges Produkt – es ist der Sammelbegriff für automatische Spurführung. Die entscheidende Frage ist nicht „Parallelfahrsystem ja oder nein", sondern „welche Genauigkeit brauche ich".

Was ist ein Parallelfahrsystem?

Ein Parallelfahrsystem lenkt den Traktor automatisch entlang paralleler Spuren. Sie fahren die erste Bahn manuell. Das System speichert die Linie. Bei der nächsten Bahn übernimmt das System die Lenkung – im exakten Abstand zur ersten Spur.

Die drei Komponenten:

  • GPS-Empfänger berechnet die Position des Traktors
  • Steuerbox vergleicht Ist-Position mit Soll-Spur
  • Lenkung korrigiert automatisch – über CAN-Bus, Hydraulik oder Lenkradmotor

Das System arbeitet bei Tag und Nacht, bei Nebel, Regen oder Staub. Die Spurgenauigkeit hängt vom GPS-Signal ab – nicht vom Wetter oder der Sicht.

Drei Genauigkeitsstufen

Nicht jedes Parallelfahrsystem ist gleich präzise. Die Genauigkeit hängt vom GPS-Korrektursignal ab.

Standard-GPS: 3–5 Meter Abweichung

Für Spurführung in der Landwirtschaft nicht geeignet. Die Spur springt, driftet ab.

DGPS (Differential GPS): 30–50 cm Abweichung

Korrigierte GPS-Signale von Bodenstationen. Ausreichend für Getreideanbau, Grünlandwirtschaft, Grundbodenbearbeitung und Düngen auf großen Flächen ohne Reihenkulturen.

RTK (Real-Time Kinematic): ±2,5 cm Abweichung

Echtzeit-Korrektursignale von Referenzstationen. Die Spur bleibt konstant – unabhängig von Tageszeit oder Wetter. Notwendig bei Zuckerrüben (45 cm Reihenabstand), Mais (75 cm Reihenabstand), Bandspritzung sowie Aussaat und Bearbeitung auf identischer Spur.

Wenn DGPS für Ihre Arbeiten reicht, sagen wir das. Wenn Sie Reihenkulturen bearbeiten, brauchen Sie RTK-Genauigkeit.

Parallelfahrsystem = Lenksystem = GPS-Spurführung

Die Begriffe meinen dasselbe: Parallelfahrsystem beschreibt die Funktion, Lenksystem die Hardware, GPS-Spurführung die Technologie, automatische Lenkung das Ergebnis.

Hersteller nutzen unterschiedliche Bezeichnungen – John Deere AutoTrac, Fendt VarioGuide, CLAAS GPS Pilot, New Holland IntelliSteer. Die Technik ist identisch: GPS-Empfänger, Steuerbox, automatische Lenkung. Der Unterschied liegt in der Genauigkeit (DGPS oder RTK) und der Art der Nachrüstung.

Parallelfahrsystem nachrüsten: Drei Wege

Jeder Traktor kann nachgerüstet werden – die Frage ist, welcher Weg der beste ist.

Steer-Ready (CAN-Bus)

Moderne Traktoren ab ca. 2010–2015 haben oft eine Lenkvorbereitung. Das System kommuniziert über CAN-Bus mit der Traktorelektronik, kein Motor, kein Ventil. Einbau: 3–4 Stunden. Kompatibel u. a. mit CLAAS ab 2012, Fendt ab 2010, John Deere ab 2011.

Hydraulisch

Ein HYDAC-Ventil wird in die Lenkhydraulik eingebaut. Direktes, ruhiges Lenkverhalten, verzögerungsfreie Reaktion. Sinnvoll, wenn kein Steer-Ready vorhanden und die Hydraulik gut zugänglich ist. Einbau: 5–6 Stunden.

Lenkradmotor

Bürstenloser Motor wird am Lenkrad montiert. Funktioniert bei praktisch jedem Traktor – auch bei Modellen ab Baujahr 1995. Einbau: 4–5 Stunden.

Die Spurgenauigkeit ist bei allen drei Varianten identisch (±2,5 cm RTK). Der Unterschied liegt in der Art der Integration.

Welches Parallelfahrsystem für welchen Betrieb?

Standardarbeiten ohne Reihenkulturen

CHCNAV NX510 SE. Überlappungen eliminieren, präzise arbeiten bei Düngen, Säen, Spritzen und Pflügen. Für Betriebe ab 10 Hektar.

Reihenkulturen und mechanische Unkrautbekämpfung

CHCNAV NX510 SE oder NX610 mit RTK. ±2,5 cm Genauigkeit für Hacken zwischen Zuckerrüben oder Mais.

ISOBUS-Maschinen von Amazone, Horsch, Lemken oder Kverneland

LACOS. Ein Terminal für Lenkung und Maschinensteuerung, Section Control für automatische Teilbreitenschaltung.

Lohnunternehmer oder Betriebe mit komplexeren Anforderungen

CHCNAV NX610 oder NX612 mit größerem Display und schnellerem Prozessor.

Bei LEDAB rechnen wir die Wirtschaftlichkeit für Ihren Betrieb durch – mit Ihren echten Zahlen, nicht mit Durchschnittswerten.

LEDAB-Einbau: System läuft nach 3–6 Stunden

Über unser geschultes deutschlandweites Händlernetzwerk geben Sie Ihren Schlepper bei einem Partner ab und fahren nach 3–6 Stunden (je nach Variante) mit eingebautem Lenksystem wieder los – inklusive Einweisung auf dem Feld.

Der Ablauf:

  • Display montieren, GPS-Antenne installieren
  • Steuerbox oder Lenkradmotor oder Ventil einbauen
  • AB-Linie auf dem Feld anlegen
  • Automatik aktivieren und System testen
  • Feinabstimmung mit Ihrem Anbaugerät

Bei Fragen nach drei Wochen: direkter Kontakt zu den Leuten, die eingebaut haben – kein Callcenter, keine Ticketnummer.

Welches Parallelfahrsystem passt zu Ihrem Betrieb? Wir prüfen kostenlos die Kompatibilität mit Ihrem Traktor und rechnen die Wirtschaftlichkeit durch – ehrlich, ohne Upselling.

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